Vol. 65, 2016/17
Bedrohungen, Feindbilder, Sündenböcke Wie die Furcht vor dem Fremden die Empathie tötet.

Wenn einem das Fremde nahekommt, entsteht, wie das etwa Elias Canetti beschrieben hat, bei vielen Menschen Furcht. Wenn es sich dabei um einen Angriff von IS-Terroristen handelt, kann das ein lebensrettender Reflex sein. Doch diese Furcht kann sich auch gegen alle richten, die anders sind: Gegen Angehörige anderer Religionen und Nationen, gegen schutzsuchende Flüchtlinge, die ins Land strömen. Sie kann die Empathie töten und zur Schaffung von klischeebeladenen Feindbildern und Sündenböcken führen.

Das Jüdische Echo 2016/17 möchte aufzeigen, ohne die Risiken kleinzureden, wie Brücken der Verständigung aufgebaut werden - auch wenn diese manches Mal wieder einstürzen.

Das Jüdische Echo
Europäisches Forum für Kultur und Politik

Porträt von Erhard Stackl

Vorwort von Chefredakteur Erhard Stackl

Als Bewunderer von Astrid Lindgren, deren Geschichten ich als Kind liebte und deren humanistische Einstellung ich immer schätzte, las ich kürzlich ein Buch, das posthum ‒ dreizehn Jahre nach ihrem Tod im Jahr 2002 ‒ erschienen ist.

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Porträt von Leon Widecki

Es beginnt mit der Dämonisierung des Anderen. Vorwort von Leon Widecki

Wie verblendend, verheerend und verbrecherisch die gezielte Instrumentalisierung von Feindbildern sein kann, zeigt auf schreckliche Weise die beinahe vollständige Vernichtung des europäischen Judentums: Millionen Menschen wurden gezielt verunglimpft, erniedrigt und zugleich als „rassisch minderwertige Volksfeinde“ verteufelt.

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Israels ungewöhnlichster Diplomat

Wer sind wir? Ist unsere Identität von unserem Geburtsort, von unserer ursprünglichen Nationalität bestimmt, oder ist die Persona ausschlaggebend, zu der uns das Exil – das erzwungene oder ein freiwilliges – geprägt hat? Die frappierende…

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Die ewige Schickse von Tessa Szyszkowitz

Wie sie spät, aber doch bemerkte, dass sie „kulturelle Mutanten“ in die Welt gesetzt hätte, schildert die Autorin, die – als Österreicherin ohne Bekenntnis – in Israel zum Judentum übergetreten ist. Paul, unser Zahnarzt auf…

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Interview „Mit der Ambivalenz leben lernen“

Mit der Filmemacherin und Autorin Ruth Beckermann sprach Erhard Stackl über Veränderungen und Konstanten des jüdischen Lebens in Wien.   Erhard Stackl: Frau Beckermann, Sie haben sich in Ihren Filmen und Büchern seit etlichen Jahren…

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„Wiens Chance, ein globales Zentrum zu werden“

Interview   Mit Matti Bunzl, Auswanderer und nun Rückkehrer als neuer Direktor des Wien Museums, sprach Georg Hoffmann-Ostenhof über Österreichs Zukunft und über Gründe, zuversichtlich zu sein.   Georg Hoffmann-Ostenhof: Als die Waldheim-Affäre explodierte, organisierte…

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